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Giuv
liegt auf einer Halde oberhalb des Weilers Dieni am Fusse des Piz
Culmatsch. Die
Kapelle zeugt noch heute von einem verlassenen Weiler.
Daneben liegt die Strasse, die über den Oberalppass; über Milez,
Tiarms, führte. Der
Name Giuv, in alten Schriften auch Juf genannt, stammt vom Wort «Jugum»,
was Joch, Anhöhe bedeutet. |
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| Geschichtliches | |
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Im
Gemäuer der Kapelle auf der Nordseite ist die Zahl 1552 eingeritzt.
Bestand die St.Sebastian-Kapelle
schon damals? |
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| 1650 | Die Kapelle ist nirgends dokumentiert. Nach der Form ist sie mutmasslich im Laufe des 17. Jahrhunderts erbaut worden. |
| 1750 |
Der
um die Hälfte des 18.
Jahrhunderts entstandene Altar ist sehr einfach.
Ein Gemälde in der Mitte stellt Christus am Kreuze dar, rechts hl.
Sebastian und Maria, links hl.
Rochus und hl.
Karl Borromäus. |
| 1806 |
Die Glocke im offenen Turm trägt die Jahreszahl 1806. Sie besitzt einen Durchmesser von 34 cm und trägt die Inschrift: «S. MARIA ORA PRO NOBIS 1806 Meister JOSEPH UNT BONEFATZ VALPEN VON RECKINGEN FON WALS.» Bilder: Maria und hl. Antonius von Padua. Mehrmals wurde die Kapelle weiss gestrichen. Das bezeugten vor Jahren die Inschriften mit Hafnerkreide, so zum Beispiel: «Sogn Bastgaun roga per nus» (heiliger Sebastian bitte für uns), und auch verschiedene Hauszeichen. Früher befand sich auch eine Muttergottes-Statue in der Kapelle des hl. Sebastian. Das zeigt die Inschrift auf der Statue des hl. Sebastian: «MATER DOLOROSA.» |
| 1924 | Das Schindeldach wurde durch ein Blechdach ersetzt. |
| 1935 | Aus dem Pfarreibrief für die Kaplanei Rueras 1935: Der hochw. Kaplan soll zweimal mit der hl. Messe nach St.Sebastian gehen: einmal im Frühling, wenn das Feld bestellt ist, und einmal im Sommer, wenn in Giuv geheuet wird (ca. Mitte Juli). |
| 1950 | Die Kapelle bekam neue Fenster. |
| 1974 | Die Kirchgemeindeversammlung vom 10. August wählte eine Kommission für die Restauration der Kapellen des hl. Sebastian und der hl. Brigitte. |
| 1980 | Die Aussenmauern wurden ausgebessert und verputzt. Die Restauration wird fortgesetzt. In den nächsten Jahren sollen die Altäre restauriert, die Innenmauern ausgebessert und gestrichen werden. Die Bänke werden entfernt, und ein neuer Fussboden aus Stein wird gelegt werden. |