Gemeinde
Tujetsch - Hauptort Sedrun
Bautätigkeit
und Tourismus
der
letzten Jahre
Inhaltsverzeichnis
1.
Statistisches über Tujetsch
2.
Entstehung von Tujetsch
3.
Die Besiedlung von Tujetsch
4.
Entwicklung des Tourismus
4.1
Die touristischen anfänge im Tujetsch
4.2
Angebot in der Wintersaision
4.3
Angebote im Sommer
4.4
Das Beherbergunswesen
4.5
Logiernächte
4.6
Chancen und zukunftaussichten für denTourismus im Tujetsch
5.
Bautätigkeit
5.1
Einleitung
5.2
Bautätigkeit / Beschlusse
5.3
Bauzonen
5.4
Einige Aspekte
5.5
Das Typische Sedrunerhaus
5.6
Statistik der letzten Jahre
6.
Schlusswort
7.
Literatur und Quellen
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Vorwort Obwohl ich wenig Zeit habe mit dem was früher war sich zu beschäftigen, habe ich grosses Interesse für die Geschichte. Darum habe ich auch dieses Thema gewählt. Dieses Interesse habe ich wahrscheinlich von meinen Vater bekommen. Meine Heimat, die Gemeinde Tujetsch, hat in den letzten Jahren eine grosse Entwicklung durchgemacht und das besonders auf dem Gebiet des Tourismus und im Baugewerbe. Ohne Tourismus hätte die Gemeinde sicher nicht diese Bautätigkeit der letzten 20 Jahre gehabt. Diese Arbeit gibt einen kleinen Überblick uber diese Entwicklung, die nicht nur positives gebracht hat.
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1. Statistisches über Tujetsch
| Bezirk | Vorderrhein | |
| Kreis | Disentis | |
| Fraktionen | Bugnei, Camischolas, Cavorgia, Dieni, Gonda, Rueras. Sedrun, Selva, Surrein, Tschamut, Zarcuns | |
| Sprache | Rätoromanisch | |
| Fläche | 13391 ha, davon 905 ha Wald, 894 ha Kulturland, 2817 ha unproduktives Land | |
| Konfessiun | römisch-katholisch; reformiert | |
| Steuerfuss | 95% der Kantonssteuer | |
| Exekutive | 5 Mitglieder | |
| Legislative | 11 Mitglieder | |
| Wappen | In Rot silbern eine durch zwei Türme befestigte Brücke | |
| Einwohnerentwicklung: | 1900 | 809 Einwohner |
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1910 | 915 |
| 1920 | 929 | |
| 1930 | 1002 | |
| 1940 | 935 | |
| 1950 | 1105 | |
| 1960 | 1957 | |
| 1970 | 1437 | |
| 1980 | 1547 | |
| 1990 | 1624 | |
| 2000 | 1711 (1.11.2000) | |
2. Entstehung von Tujetsch
Die Besiedlung des Tales wird wohl nach der Gründung des Klosters Disentis im 8. Jahrhundert begonnen haben. Vorher war das Gebiet von Tujetsch, Disentis und Medel bis auf die Oberalp und zum Tomasee hinauf mit Wald bedeckt. Beim Bau der Furka-oberalp-Bahn 1912 kamen auf dem Oberalppass grosse Baumstämme zum Vorschein. Zur Römerzeit, als Augustus Kaiser des Römerreiches war, bildete Rhätien mit Wallis eine Provinz unter dem gleichen Prokurator. Man darf deshalb mit Berechtigung den Schluss ziehen, dass sich zu jener Zeit schon ein für Krieger begehbarer weg von Chur über den Oberalp- und Furkapass durch das Wallis hinzog. Aus dem mitteralter haben sich Urkunden erhalten , welche erkennen lassen, dass ein reger Handelverkehr mit Ochsenwagen, Eseln Saumtiere und Trägern zwischen Sitten und Chur , also auch durch das Tal Tujetsch, bestand.
3. Die Besiedlung von Tujetsch
4. Entwicklung des Tourismus
4.1
Die touristischen Anfänge im Tujetsch
Im Jahre 1910 kamen erstmals englische
Touristen über den Oberalppass, um hier auf „Brettern“ zu fahren. Schon 4
Jahre später, 1914, kam es in
Sedrun zur Gründung eines ersten Skiclubs, 1926 wurde dann schliesslich eine
Skischule gegründet. Die weitere Entwicklung des Tourismus wurde von der
Inbetriebnahme der Furka-Oberalp-Bahn bestimmt. 1926 wurde der Abschnitt
zwischen Disentis und Andermatt eröffnet. Der erste Versuch eines
Skiliftbetriebes erfolgte 1947 (am Bahnhof von Sedrun), hierbei handelte es sich
um einen Tellerlift, der nach Saisonsschluss wieder demontiert und in einer
Scheune untergestellt werden konnte. Eine systematische Erschliessung des
Skigebietes erfolgte jedoch erst in den Jahren 1956-62.
Innerhalb der letzten 30 Jahre entwickelte
sich das Tujetsch von einer Bauerngemeinde zu einer bekannten Ferienortregion.
Das bedingte eine grosse Strukturveränderung in der Lebens- und Arbeitsweise
der Einheimischen. Die Umwälzung brachte einerseits wirtschaftlichen Wohlstand,
anderseits aber auch eine Gefährdung der romanischen Sprache und Kultur. Wenn
auch erfreulicherweise noch manche Tujetscher sich ihrer Identität bewusst
sind, braucht es dennoch ein Wachsames Auge, um das Kulturelle Erbe nicht zu
vernachlässigen.
4.2
Angebote in der Wintersaision
Das gesamte Tujetsch verfügt über 4
Sessellifte und 10 Skilifte der Sedrun-Rueras - Bergbahnen AG mit einer
Gesamtkapazität von 14.000 Personen pro Stunde. Die Sedrun - Rueras -
Bergbahnen-AG gehört mit 51% mehrheitlich der Gemeinde Sedrun , so dass die
Gemeindeinteressen gewahrt bleiben. Zu diesem Zweck wurde auch der grösste Teil
der restlichen Aktien von Fremdinvestoren zurückgekauft. Damit kommen auch die
finanziellen Gewinne der Region zugute. Das touristische Wintersportangebot
besteht aus:
| - | 50 km präparierte Skipisten aller Schwierigkeitsgrade |
| - | 25 km Winterwanderpfade |
| - | 5 km Schlittelpisten |
| - | 15 km Langlaufloipen |
Die Region bietet aber auch Nichtskifahrern
ein interessantes Angebot: Man findet ein
Hallenbad als „Erlebnisschwimmbad“ mit Wildwasserkanal, Wasserfall und
Sprudelbad. Zusätzlich hat ein Hotel einen eigenen Swimming-Pool.
4.3
Angebote im Sommer
Auch hierbei weist die Region eine weite
Bandbreite an touristischen angeboten auf. Deutlich überwiegt der
Wintertourismus im Tujetsch; man ist aber sehr bemüht, eine Steigerung des
Sommertourismus zu erzielen.
Folgende Angebote bestehen für
Sommertouristen:
| - | 200 km Wanderwege |
| - | 1 Sesselbahn |
| - | ein Familienfreundliches Schwimmbad, mit Liegewiese, Planschbecken und Beach-Volleyball |
| - | 2 grosse Kinderspielplätze in Sedrun und Rueras |
Dazu Tennis, Badminton, Golf, Minigolf und
Reiten. Es gibt auch Kursangebote wie Goldwaschen in Disentis, Steinesuchen und
Bergkristallsuchen. Des weiteren werden Spielabende sowie eine 4-Pässe-Fahrt
organisiert. Ausserdem gibt es einen Fitnesspfad.
Viel Hoffnung setzt man, in den Hochalpinen-Golfplatz bei Selva. Dieser besteht aus 9 Bahnen. Man versucht, den Sommertourismus verstärkt nach Sedrun zu bringen, vielleicht sogar die jüngere Generation. Die Ferienorte im Tujetsch- Tal sind im Sommer nach wie vor nicht ausgelastet.
4.4
Das Beherbergungswesen
| - | 11 Hotels |
| - | 750 Ferienwohnungen |
| - | 18 Jugendlager |
Die erstellte Karte von Sedrun ergibt folgendes Bild:
Alle 7 Hotels in Sedrun befinden sich entlang der Hauptstrasse Via Alpsu. Ferienwohnungen und Chalets dagegen in den der Hauptstrasse abgewandten Nebenstrassen, in Hanlage und nahe des Bahnhofes von Sedrun.
4.5
Logiernächte
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4.6
Chancen und Zukuftsaussichten für den Tourismus im Tujetsch
Im Jahresbericht war zu lesen , dass der
Gast vor allem die intakte Landschaft, saubere Luft, den klaren Rhein und die
Dorfidylle besonders schätze. Trotzdem müsse man hier im Tal der zunehmenden
Erlebnisortientierung und dem stetig steigenden mobilitätsgrad der Gäste
Rechnung tragen. Das erfordere, die Reaktionszeit auf Marktveränderungen zu
verkürzen, da der Tourist nun einmal die „Hauptaufgabe“ und seine Wünsche
massgebbend seien.
Diese Aussage zeigt , dass der Tourismus im Tujetsch wohl auch die Haupteinahmequelle ist.
In der heutigen Zeit reichen besondere
Naturbegebenheit nicht mehr aus , um Urlaubsgäste in das Tal zu bringen.
Vielmehr ist man nun bemüht, mit besonderen Attraktionen, wie zum Beispiel die
Errichtung des Hochalpinen Golfplatzes, die Touristen für die Gemeinde und
Region zu gewinnen.
Demnach ist es kaum möglich, nach Disentis ins Kino zu fahren, da die Anschlüsse keine gute Verbindung ermöglichen. Die Bevölkerung hingegen sichere sich ihre Mobilität mit einem eigenen PKW:
Positiv wird die Tatsache bemerkt , dass durch den Tourismus zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden , die einer Abwanderung, speziell der jüngeren Generation, entgegenwirken.


5.1
Einleitung
Sedrun ist ein Teil der politischen
Gemeinde Tujetsch. Der Zeitpunkt der Besiedlung ist aber nicht nachweisbar. Man
darf jedoch annehmen, dass sie nach der Klostergründung von Disentis einsetzte.
Zudem lassen die Flurnamen und der Baustil auf Einwanderung vom Wallis und dem
Urserental her schliessen . Die ersten Bewohner mochten nicht in Dörfern
wohnen, dies wäre ihnen zu eng gewesen, zuviel Nachbarschaft, zu wenig freier
Raum. Der Name Tujetsch, eine Verschmelzung von „Tigia und tia“, bedeutet ja
soviel wie das „Tal der Hütten“.
Wegen Lawinengefahr musste viele Siedlungen aufgegeben und in die Talsohle verlegt werden.

5.2
Bautätigkeit / Beschlüsse
| 1555 | Die Gemeinde Tujetsch umfasste 66 Hofnamen, darunter 45 Einzelhöfe und 21 Hofsiedlungen. |
| 17./18.Jh. | Die alte Hubeansiedlung wird aufgegeben. Seither dient sie als
Maiensäss. |
| 1691 | Bau der Kirche in der heutigen Form |
| 1862/63 | Bau
der heutigen Strasse über den Oberalp |
| 1911 | Baubeginn der Furka-Oberalp-Bahn. Fertigstellung wegen des ersten
Weltkrieges erst 1926 |
| 1918 | Gründung des Elektrischen- Werks Sedrun |
| 1927 | Gründung des Verkehrsvereins Sedrun |
| 1955 | Konzessionserteilung zum Ausbau der Wasserkraftwerke an die
Nordostschweizerische Kraftwerke (NOK). Fertigstellung 1967 |
| 1959 | Die Gebrüder Venzin in Selva errichten einen Skilift auf der
Oberalppasshöhe |
| 1961/62 | Bau des Schulhauses Sedrun |
| 1962 | Errichtung der Skilifte Milez, touristischer Wendepunkt. In den folgenden
Jahre durch verschiedene Sektionen ergänzt |
| 1965 | Erschliessung des Skigebiets Valtgeva |
| 1970 | Beschluss der Güterzusammenlegung |
| 1971 | Bau eines Hallenbades |
| 1975/76 | Ersellung eines Gemeindehauses für folgende Dienstleistungen:
Gemeindeverwaltung; Verkehrsverein Sedrun; Elektrizitätswerksverwaltung Tujetsch |
| 1975 | Annahme der Zonalpplanung und einer neuen Bauordnung |
| 1995 | Neue Bauordnung und neuer Zonenplan |
5.3
Bauzonen
Zudem unterliegen die Bauzonen
verschiedenen Vorschriften wie z.B. Ausnützungskoefizient, Höhe , Länge,
Neigung des Daches, Holzanteil usw.
5.4
Einige Aspekte
Dorfarchitektur/Dorfbild
Die allgemein gehaltenen Vorschriften und
der Wunsch, Anpassung ans Bestehende, vermochten den Renditebau des Tourismus
und somit die Aenderung des Dorfbildes nicht zu verhindern.
Gemeindebeschlusse bzg. Bauwesen
Der vor 15 Jahren beschlossene totale Stop für ausländische Liegenschaftskäufe gewährt ein gesünderes Wachstum. Gleichzeitig wurde ein bestimmter Holzanteil festgelegt, was jedoch durch Anbringungen von Holzplatten umgangen wurde.
1995 wurde eine neue Zonalplanung
gutgeheissen (Einteilung in Landwirtschaftszone/Bauzone).
Bodenpreise
Sie varierten in den Wohnzone zwischen Fr. 200.- und Fr. 250.-. Der Bodenpreis in der Landwirtschaftszone liegt um fr.3.- herum.
Güterzusammenlegung
Trotz anfänglich grosser Opposition hiess
die Gemeindeversammlung die Güterzusammenlegung gut. Die früheren 6000
Parzellen wurden so auf 500 reduziert. (Vorteile für Landwirtschaft und
Strassenbau).
Lawinenverbauungen
Beträge in Millionenhöhe werden für Verbauung und Aufforstung freigesetzt.

5.4
Das Typische Sedrunerhaus
| Merkmale: | In Firstrichtung gestreckter oder beinahe quadratischer Baukörper. |
| Das hochgezogene Mauerwerk wiederspiegelt zusammen mit den Gewettköpfen des Holzstrickes die innere Raumeiteilung. | |
| Es sind Gibeldächer mit First in Hangrichtung. | |
| Die Fenster und Türen haben ein kräftiges Gericht. | |
| Die Fensterfläche ist durch Sprossen in sechs Felder aufgeteilt. |

5.6
Statistik der letzten Jahre
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6. Schlusswort
Zu Beginn dieser Arbeit, hatte ich
eigentlich keine Freude an diesem Vortrag zu Arbeiten.
Ich musste zur Vorbereitung einiges lesen und mich vorbereiten. Mit der
Vorarbeit und dem Schreiben habe ich dann auch Freude bekommen für diesen
Bericht.
Ich hoffe, dass mein Vortrag und meine Arbeit euch allen gefallen hat.
7. Literatur und Quellen
Das Val Tujetsch in der Schweiz, Ergebnisse
einer anthropogeographischen Erkundung; Gerhard Mercator Universität
Duisburg/Gesamthochschule,1994
Staatskundelager 6. HMS 1986
Jahresberichte Sedrun Turissem
Fotos: Gemeindearchiv Tujetsch
Zonenpläne und Bauordnung der Gemeinde Tujetsch